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Lahr erholt sich nur langsam vom Schock
des Abzugs der kanadischen Streitkräfte von Trisha Cornforth
Es sind nun über fünfeinhalb Jahre seit dem Abzug der
kanadischen Streitkräfte vom CFB Lahr vergangen. Die Stadt
Lahr fängt aber jetzt erst an sich langsam von diesem Schlag
zu erholen.
Es gibt viele Gründe dafür - es ist nicht nur Lahr's
eingeschränkten Möglichkeiten zuzuschreiben, sich darum
zu kümmern, oder aus den neuen Gelegenheiten den Nutzen
zu ziehen!
Eins der Hauptprobleme ist sicher, daß Lahr nicht allein
ist mit seiner schwierigen Situation, da es viele Gemeinden in
ganz Deutschland mit ähnlichen Problemen nach dem Abzug
der amerikanischen, britischen, kanadischen oder französischen
Truppen gibt. Der Zustand wurde auch nicht verbessert durch die
Tatsache der ausbleibenden finanziellen Unterstützung durch
die deutsche Bundesregierung. Doch wirklich erschwert wurde die
Entwicklung noch durch das Geld-auftreib-verhalten beim Verkauf
der ehemals militärischen Liegenschaften durch die deutsche
Bundesregierung an die Stadt Lahr.
Das langsame Verkaufen der ehemaligen kanadischen
Liegenschaft
Das Land, auf dem die Voraussetzungen für die Kanadischen
Streitkräfte standen, war immer Eigentum der deutschen Bundesregierung.
Und wurde folglich an seinen rechtmäßigen Inhaber,
durch die kanadische Bundesregierung, zurückgegeben. Jedoch
geschah dies zu einer Zeit als die deutsche Regierung im fernen
Bonn extrem knapp an Geld war und darum den örtlichen Gemeinschaften
nicht helfen konnte, aber sehr am Auftreiben von Bargeld interessiert
war. Es bedurfte zwei bis drei Jahre der Vermittlungen bis Lahr
ein Darlehen aufnehmen konnte und die ehemaligen kanadischen
Wohnungen (PMQs) sowie etwas des Geländes und der Gebäude
auf dem Flugplatz Lahr kaufen konnte. Nun konnten auch andere
Organisationen und Privatunternehmen, die mit kurzen Mietverträgen
gemietet hatten, Liegenschaften und Gebäude erwerben, um
ihre Geschäfte ernsthaft zu entwickeln.
"Der Kanadier" Gebäude (Canada
House)
Ein gutes Beispiel wird im Fall vom Kanada Haus gesehen (T-2,
das im Stadtzentrum gelegene Postamt der ehemaligen kanadischen
Streitkräfte im Erdgeschoß mit dem Büro der Zeitung
"Der Kanadier" oben). Vom 1. Juli 1994 bis zum 30.
Juni 1995 war es der Sitz des kanadischen Restbuchwertbüros
der Streitkräfte (RVO) das sich mit den restlichen und technischen
Problemen nach dem militärischen Abzug beschäftigte.
Kanada Haus wurde in dem oberen Stockwerk, mit von abreisenden
Kanadiern gespendeten und geschenkten Möbeln und kanadischen
Betriebsmitteln, installiert. Als das RVO das Land verließ,
hatten die Kanadier angenommen, daß die deutsche Regierung
den Gebrauch des Gebäudes mit einer nominalen Miete erlauben
würde, aber sie verlangten eine hohe gewerbliche Miete.
Kanada Haus war nur durch eine Beihilfe der Stadt Lahr in der
Lage seine Existenz fortzusetzen, was aber immer noch unsicher
ist. Das Gebäude ist jetzt verkauft worden, aber der gezahlte
Preis war ohne Zweifel über seinem realen Wert.
Die Kaserne und das Herzzentrum
Die Kaserne ist jetzt eine traurige Ruine mit durch Vandalismus
beschädigten Gebäuden und Unkraut, das durch den Asphalt
und die Pflastersteine wächst. Nun gerade in der letzten
Woche, in der Stadtratdebatte über den städtischen
Etat für das Jahr 2000, erklärte Lahr's Oberbürgermeister,
daß die deutsche Bundesregierung noch einen zu hohen Preis
für das Kasernengelände verlangt und daß niemand
einen Kauf in Erwägung ziehen würde!
Eine der wenigen Erfolggeschichten - das Herzzentrum Baden -
eine Spezialklinik, die im neuen kanadischen Krankenhaus untergebracht
ist, möchte mit einem Rehabilitationszentrum und Kurhaus
auf diesem Land erweitern. Aber ist nicht imstande es in Angriff
zu nehmen.
(Mehr Informationen über ehemalige kanadische Liegenschaften
und neue Entwicklungen folgen später).
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